Ebbers

Nüchtern betrachtet war das Refugium am Ende ein ziemlich wild gewucherter Klüngelladen – halb Tante-Emma-Laden, halb Schatzkammer – bis in die letzte Nische vollgestopft, mit Gängen, die sich zogen wie Kaugummi, und einem Dachboden, der jedes Ordnungssystem verspottete.

Heute steht dort ein Elefant im Kreisel und erinnert daran, wie sehr sich das Dorf gewandelt hat: drei Bauabschnitte, drei Kapitel einer Geschichte. In der Mitte die alte Erbpachtstätte des Berendshofes von nebenan. Und mitten darin die unvergessene Herzlichkeit von Ebbers Lenchen: Wer bei ihr ein Kinderrad kaufte, konnte Wochen später damit rechnen, dass sie persönlich an der Haustür klingelte – ein paar Münzen in der Hand, weil der Lieferant ihr nachträglich noch Rabatt gewährt hatte.“

Quelle:

Digitalisiertes Dia: Stadtarchiv Schloß Holte-Stukenbrock, Sammlung Engelbert Kruse, unverzeichnet