Hidden Places


Verborgene Spuren einer alten Kapelle

(hr) Stukenbrock steckt voller Geschichten – oft ganz verborgen an Orten, die man heute nicht mehr richtig erkennt. Zwischen verschwundenen Kapellen, alten Kirchwegen und vergessenen Hofstellen lassen sich Spuren vermuten, die bis ins Mittelalter und weit davor zurückreichen. Genau diese „Hidden Places“ haben ein ganz besondere Faszination:

Wo war denn eigentlich Brechmannis oder Brechme oder das StuikenBroik. Eine Spurensuche, nicht immer von Erfolg gekrönt. Viele Urkunden gingen bedauerlicherweise durch dem Brand des Paderborner Doms um das Jahr 1000 bereits verloren. Doch einige Hinweise blieben erhalten – und sie erzählen erstaunlich viel über das frühe Stukenbrock, es gibt sie doch, diese kleinen „Fundstücke“, wie zum Beispiel über die eine verschwundene Kapelle im Brechmer Holz. Hinweise gibt uns eine bald 800 Jahre alte Grenzbeschreibung, in der Bischof Otto von Rietberg im Jahre 1279 eine Kapelle im Brechmer Holz erwähnt. Zwei Jahre später taucht diese Kapelle erneut in einer Urkunde auf.

Lehrer Stiewe wusste auch schon Bescheid, hat er sich doch 1953 darauf bezogen: „Die Siedlung in Brechtme entwickelte sich allmählich zu einer Dorfgemeinschaft, denn es kamen immer mehr Siedler hinzu, die ‚des Bischofs Neubauern‘ genannt wurden. Da war es notwendig, eine Kapelle zu errichten, die bei der Grenzfestlegung des Gutes Stapelage durch den Bischof Otto von Rietberg im Jahre 1279 erwähnt wird.“

Wo die Kapelle genau gestanden hat, ist nicht bekannt. Überliefert sind Hinweise auf Knochenfunde, auf Mauerreste an der heutigen Römerstraße.

Viele, so wie auch Heinz Tölke in seinem Heimatbuch, vermuten sie dort an der Römerstraße, wo sich bis zum Jahre 1706 die Pfarrstelle befand, die im Jahre 1910 abgebrannt ist.“

Diese Hinweise zeigen: Stukenbrock hatte schon im Mittelalter eine kirchliche Struktur – und einen eigenen kleinen Friedhof.

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