
Meine Oma war eine geborene Brock, eine Rottschlächter, und ihr Bruder hatte auf Stallmanns Hof eingeheiratet. So liegt es nahe, dass die Familienforschung von Johannes Brock gen. Stallmann für mich heute noch eine echte Schatzgrube ist.
Der Name Brock hat in Schloss Holte-Stukenbrock ein besonderes Gewicht – nicht nur wegen seiner Häufigkeit, sondern weil er sogar im Ortsnamen vorkommt. Kein Wunder also, dass Stallmanns Hans’ Stammbaum nebst Recherchen seinen Weg in den Jubiläumsband zur 850-Jahr-Feier fand.

Unser gemeinsamer Urgroßvater Georg wurde 1828 in Stukenbrock als Heuerling bei Gauksterdt geboren und zog später nach Schloß Holte, direkt gegenüber vom Buschkrug.
Ausgerechnet dessen Vater hatte einen Namensvetter, der obendrein beinahe zeitgleich ebenfalls in Stukenbrock geboren wurde. Diese beiden auseinanderzuhalten, das war eine echte Herausforderung. Da hilft am Ende nur das Ausschlussverfahren – und ein Rest Unsicherheit bleibt dennoch bestehen.
Über die Dauer der Selbständigkeit des Brockhofes möchte ich Johannes Brock zitieren:
Als Gründer der Brock-Hofstätte gilt ein Hesen Hanß, der hier schon um 1600 gesiedelt hat. […] dass etwa ab 1815 die Eigenbehörigkeit aufhörte. Die daraus gründenden Abgaben wurden als Hypotheken eingetragen. […] Im Falle der Brock-Stätte ist wohl die Ablösungsverpflichtung von den letzten damaligen Hofinhabern dem Nachbarhof Welschmeyer übertragen, welcher die Zahlungen u. a. übernahm. […]1
Neuere Forschungsergebnisse decken sich mit den ersten Recherchen von Stallmanns Hans.
Erst im Laufe vieler Jahre mühsamer Ahnenforschung wurde mir klar, dass genealogische Arbeit kein abgeschlossenes System ist. Sie entwickelt sich mit jeder neuen Quelle, jedem Fund und jeder Erkenntnis weiter. Diese Erfahrung hat mir gezeigt, wie wichtig es ist, frühere Forschungsergebnisse nicht als Fehler zu betrachten, sondern als Bausteine eines fortlaufenden Erkenntnisprozesses.
So stellt sich meine letzte Zuführung zum Brockhof, dem Urhof aller Namensträger Brock und Brok, heute dar… ohne Gewähr 😉 … versteht sich. Vermutlich gibt es inzwischen schon wieder was Neues.
(Maria Tölle, im Januar 2026)
Quelle:
1 Johannes Brock, im März 1995